Ursache und Auswirkung von Gelenkschmerzen

Es gibt viele Ursachen für Gelenkschmerzen. Sie werden sehr häufig im Zusammenhang mit Erkrankungen wie Arthrose, Rheuma oder Gicht genannt. Sie scheinen an einigen Gelenken des Körpers häufiger vorzukommen und treten je nach Alter und aufgrund verschiedener Belastungen sehr individuell auf.

Was passiert bei Gelenkschmerzen?

Wärme_Pflaster_Ascopharm.deEs gibt im Körper unterschiedliche Arten von Gelenken wobei auch in echte und unechte Gelenke unterteilt wird.
Grundsätzlich besteht jedes Gelenk aus einem Gelenkkopf und einer Gelenkpfanne, sonst könnte die Beweglichkeit der Knochenverbindung nicht funktionieren. Damit dies im sprichwörtlichen Sinne reibungslos ablaufen kann, sind die beiden Gelenkteile jeweils mit einer Knorpelschicht überzogen. Sie schützt vor Beschädigung durch die mechanische Bewegung. Außerdem ist in jedem Gelenk ein natürliches Schmiermittel enthalten. Diese Gelenkflüssigkeit befindet sich in der Gelenkkapsel und sorgt für die Gleitfähigkeit der Knochenenden. Bei übermäßiger Belastung des Gelenks kann eine Reizung der Gelenkinnenhaut auftreten, die zu Entzündungen bis hin zur Abnutzung des Knorpels führen kann.

Die Gründe für Gelenkschmerzen

Wärme_Umschlag_Ascopharm.deGelenkschmerzen treten entweder auf, weil die Gelenke unterfordert sind oder weil sie zu stark belastet wurden. Mangelnde Bewegung kann die Ursache sein, dass die Flüssigkeit in der Gelenkkapsel nicht gut verteilt, nicht ausreichend bewegt und deshalb auch nicht regelmäßig erneuert wird. Wenn die Gelenke übermäßig beansprucht und dadurch zu stark belastet werden, kann ein Verschleiß eintreten. Dazu muss man kein Sportler sein, auch einseitige Belastungen, Übergewicht oder schwere körperliche Betätigung im Alltag setzen einigen Gelenken sehr zu. Sie nutzen schneller ab als andere und sind dadurch besonders von einer Arthrose betroffen. Auch eventuell vorhandene erbliche Faktoren können Einfluss darauf haben, ob und wie leicht der Mensch unter Gelenkschmerzen leidet.
Eine ausgewogene und vitalstoffreiche Ernährung ist grundsätzlich wichtig. Wenn ein Gelenk schmerzt, muss eine komplette Bewegungsruhe nicht immer die richtige Entscheidung sein. Wenn das Gelenk geschwollen, heiß und schmerzhaft ist, sollten Sie sich ärztlichen Rat einholen.

Gelenkschmerz Produkte & mehr von ascopharm ansehen

Die Ursachen von Herz-Kreislauf Erkrankungen

Zum Beschwerdebild der Herz-Kreislauf Erkrankungen zählen nicht nur Erkrankungen bzw. Funktionsstörungen des Herzens selbst, sondern auch die der Blutgefäße, wie Venen und Arterien. Die Ursachen für die Beschwerden sind sehr vielfältig und können von der genetischen Disposition über Stress, Rauchen, zu wenig Bewegung, ungesunde Ernährung bis zu den Nebenwirkungen von Medikamenten reichen. Wenn sich mehrere dieser Faktoren häufen, ist das Risiko, an Herz-Kreislauf Erkrankungen zu leiden, viel höher.

Das Herz-Kreislauf System

Über das Herz-Kreislauf System werden alle Organe und Gewebe im Körper mit Nährstoffen versorgt. Nicht nur die Zufuhr von Sauerstoff und Nährstoffen, sondern auch der Abtransport von Stoffwechselendprodukten erfolgt über das Blut und die entsprechenden Organe. Das Herz spielt dabei eine zentrale Rolle, es pumpt das Blut durch den Körper und hält so alle Funktionen aufrecht. Dieser Vorgang ist ein komplexes Zusammenspiel, welches durch Störfaktoren beeinflusst werden kann. Andererseits kann dazu beigetragen werden, dass alle Funktionen reibungslos verlaufen. Zu den typischen Herz-Kreislauf Erkrankungen zählen unter anderem:

  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Arterienverkalkung (Arteriosklerose)
  • Angina pectoris = Vorbote des Herzinfarktes
  • Herzinfarkt (Myocardinfarkt)
  • Herzrhythmusstörungen

Herz-Kreislauf

Erkrankungen werden mitunter durch zu hohe LDL-Cholesterinwerte, durch einen krankhaft erhöhten Blutzuckerspiegel infolge eines Diabetes mellitus oder auch andere Erkrankungen wie beispielsweise Adipositas (Fettsucht) ausgelöst. Anhand einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes aus 2008 war zu erkennen, dass jeder sechste bis siebte aus dem Krankenhaus entlassene Patient wegen Herz-Kreislauf Erkrankungen behandelt wurde. Entsprechend hoch ist auch die Zahl der für diese Erkrankung verordneten Medikamente.

Die Häufigste der Herz-Kreislauf Erkrankung

Zu den häufigsten Herz-Kreislauf Erkrankungen gehört der Bluthochdruck (Hypertonie). Er wird gerne als schleichende Gefahr bezeichnet, denn er äußert sich körperlich nicht so deutlich wie ein zu niedriger Blutdruck. Durch regelmäßige Messung des Blutdrucks können zu hohe Werte festgestellt werden. Diese Werte werden in ein Verhältnis zueinander gestellt, das Aufschluss über den Zustand der Blutgefäße geben kann. Der Druck, der entsteht, wenn das Blut durch das Zusammenziehen des Herzens in das Adersystem gepumpt wird, wird mit der ersten Zahl des Blutdruckwertes (systolischer Wert) angezeigt. Danach folgt der Wert, der beim Entspannen des Herzmuskels als niedrigster Wert gemessen wurde (diastolischer Wert).

Produkte von ascopharm ansehen

Trockene Haut für Gesundheit und Wohlbefinden

Trockene Haut kann dazu führen, dass man sich einfach nicht wohlfühlt. Die Begleitsymptome sind unangenehm, weil die fehlende Feuchtigkeit der Haut für Spannungsgefühle und Juckreiz sorgen kann. Außerdem sieht trockene Haut nicht so richtig frisch aus, die Hautoberfläche wirkt durch die Trockenheit leicht schuppig und grau.

Die Ursachen für trockene Haut

Nachtkerzenöl_Lotion_Ascopharm.deTrockene Haut ist in vielen Fällen genetischer Ursache, kann jedoch auch durch äußere Einflüsse oder durch falsche Hautpflege begünstigt werden. Zu den äußeren Einflüssen zählt trockene Heizungsluft im Winter, Sonne und Wind, Hitze und Wasser. Wer eine empfindliche Haut besitzt, wird durch solche extremen Verhältnisse deutliche Hautreaktionen feststellen können. Diese sind besonders im Gesicht zu fühlen und auch zu sehen. Rote Flecken, schuppige Stellen und feine Faltenlinien deuten auf eine zu geringe Versorgung mit Fett und Feuchtigkeit hin. Die Haut ist in mehreren „Schichten“ aufgebaut, die sich gegenseitig in ihrer Funktion unterstützen und jede ihre eigene Funktion hat. Von außen nach innen sind das diese Schichten:

  • Die Oberhaut = Epidermis
  • Die Lederhaut =Corium
  • Die Unterhaut = Subcutis

Frauen möchten ihre Haut besonders pflegen, um sie vor Trockenheit, Falten und anderen Faktoren zu bewahren. Mit den Wirkstoffen der echten Aloe Vera Pflanze kann Feuchtigkeit in die Haut gebracht werden, diese polstert die Haut von innen auf. Auch das Auftragen von Nachtkerzenöl oder anderen hochwertigen pflanzlichen Pflegeölen hilft der Haut vor dem Austrocknen.

Spezielle Pflege für trockene Haut

Da die Haut des Menschen auch als Schutzbarriere fungiert, ist es wichtig sie gut zu pflegen. Die Haut sollte optimal mit Feuchtigkeit und Fett versorgt sein. Die Elastizität kann unter anderem durch Nachtkerzenöl gefördert werden, das aus den Samen der Nachtkerze gewonnen wird. Hierbei wird trockene Haut mit hochwertiger Gamma-Linolensäure versorgt, wodurch sie deutlich geschmeidiger wird. Auch der Inhalt der dickfleischigen Blätter der Aloe Vera – ein feuchtigkeitsspendendes Gel – wird zu vielfältigen kosmetischen Zwecken eingesetzt.

Nachtkerzenöl Produkte & mehr von ascopharm ansehen

Das Herzinfarktrisiko bei hohen Cholesterin Werten

Der hohe Cholesterinwert im Blut des Menschen wird oft als die Ursache für Erkrankungen herangezogen. Cholesterin zählt zu den Blutfetten im Allgemeinen und wird unterschieden in HDL-Cholesterin = High Density Lipoprotein oder Lipoproteine mit hoher Dichte und LDL-Cholesterin = Low Density Lipoprotein für Lipoproteine mit niedriger Dichte. Cholesterin wird im Körper des Menschen zu einem Teil produziert, ein zusätzlicher Teil wird über die Ernährung aufgenommen. Grundsätzlich ist es für den Körper unverzichtbar. Wenn es jedoch im Übermaß vorkommt, kann es der Auslöser für verschiedene Erkrankungen sein. Ein erhöhtes Herzinfarktrisiko durch zu hohe LDL-Cholesterinwerte zählt auf jeden Fall dazu.

Der Einfluss von Cholesterin auf die Herzgesundheit

Wenn sich zu viel LDL-Cholesterin im Blut befindet, können sich an den Gefäßwänden Ablagerungen bilden. Diese Ablagerungen (Plaques) entstehen durch die Arbeit der körpereigenen Fresszellen (Makrophagen), die sich in den Gefäßwänden einnisten und dort infolge verschiedener Prozesse eine Gefäßverengung (Arteriosklerose bzw. Arterienverkalkung) bilden. Diese Ablagerungen kommen besonders oft in den feinen Herzkranzgefäßen vor und führen zur koronaren Herzkrankheit (KHK). Wenn die Ablagerungen zu einem vollständigen Verschluss eines Herzkranzgefäßes führen, kommt es zum gefürchteten Herzinfarkt. Würden Gefäße im Halsbereich oder im Kopf durch diese Plaques verschlossen, wäre ein Schlaganfall die mögliche Folge.

Wie kann das Herzinfarktrisiko bei hohen Cholesterin Werten verringert werden?

Das gute Cholesterin (HDL) spielt bei der Vermeidung von Risiken für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems eine große Rolle. Während das LDL Cholesterin niedrig gehalten und der Wert eventuell gesenkt werden sollte, muss der Wert für das HDL Cholesterin möglichst im oberen Bereich liegen. Eine Absenkung hätte hier einen negativen Effekt. Trägt der Betroffene keine weiteren Herz-Kreislauf-Risiken mit sich, ist es möglich, durch einen gesunden Lebenswandel ohne Rauchen und Übergewicht die Werte auch dauerhaft niedrig halten. Die Ernährung spielt dabei eine große Rolle, besonders ein vorsichtiger Umgang mit tierischem Fett und Fleisch wird angeraten. Bevorzugt werden sollte die pflanzliche Kost bestehend aus hochwertigen pflanzlichen Ölen, Vollkornprodukten sowie Obst, Gemüse und Nüssen. Auch fetter Fisch mit seinem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren (z.B. Hering, Makrele, Lachs) ist wesentlicher Bestandteil einer cholesterinbewussten Ernährung und sollte mindestens 2 mal pro Woche auf den Tisch kommen. Reichlich Knoblauch frisch oder in Form eines pflanzlichen Arzneimittels kann sich ebenso positiv auf Herz und Kreislauf auswirken und der allgemeinen Artheriosklerose vorbeugen.

Produkte von ascopharm ansehen

Wie entsteht Neurodermitis und Schuppenflechte

Unter den möglichen Hauterkrankungen nehmen Neurodermitis (Atopisches Ekzem) und Schuppenflechte (Psoriasis) eine ganz besondere Rolle ein. Auch wenn die beiden Erkrankungen aufgrund unterschiedlicher Ursachen entstehen, sind beide mehr als nur körperlich belastend. Bei beiden gemeinsam stehen auch der Juckreiz und die Hautausschläge im Vordergrund und zeigen auch hier eine gewisse Ähnlichkeit. Während die Schuppenflechte meist eine Erkrankung mit genetischer Vorbelastung ist, kommt die Neurodermitis auch durch äußere Einflüsse zum Vorschein.

Neurodermitis

Die Ursachen für die Entstehung der Neurodermitis konnten noch nicht einwandfrei aufgeklärt werden. Umwelteinflüsse, Stress oder psychische Belastungen können ebenso Grund sein, wie eine gewisse Veranlagung bzw. Empfindlichkeit der Haut. Da auch Babys von dieser Erkrankung betroffen sind, könnten für Neurodermitis auch genetischen Faktoren eine Rolle spielen. Die Übersetzung der aus dem griechischen Sprachgebrauch stammenden Bezeichnung atopisches Ekzem bedeutet „Ortlosigkeit“, also eine nicht zuzuordnende Erkrankung. Bei der Neurodermitis liegt eine Neigung zu Überempfindlichkeitsreaktionen vor, die auch als allergische Reaktion vom Typ I (Soforttyp) bezeichnet wird. Bei dieser Reaktion besteht die Bereitschaft zur krankhaft erhöhten Bildung von Immunglobulin-E-Antikörpern auf normalerweise harmlose Stoffe aus Umwelt (z.B. aus Nahrungsmitteln), die eine vermehrte Histaminausschüttung zur Folge hat. Die Symptome der Neurodermitis sind:

  • Rote und schuppende Hautstellen
  • Nässende Ekzeme
  • Starker Juckreiz

Ebenso wie die Schuppenflechte ist die Neurodermitis nicht heilbar, sie kann aber mittlerweile gut behandelt werden. Bei der Therapie wird die Trockenheit der Haut durch hochwertige Pflegemittel und durch entzündungshemmende Salben behandelt. Eine mögliche Erkenntnis, dass bei Neurodermitis-Patienten das Enzym Delta-6-Desaturase nur unzureichend aktiv ist, führt zur Entwicklung von besonderen Pflegeprodukten. Das Enzym wird dazu benötigt, um im Körper Linolsäure in Gamma-Linolensäure umzuwandeln und dadurch Hautfett produzieren zu können.

Schuppenflechte

Schuppenflechte ist eine von vielen möglichen Autoimmunerkrankungen des Körpers, die sich als Hautkrankheit zeigt, dabei aber verschiedene Formen annimmt. Sie kann ebenso genetisch disponiert sein wie die Neurodermitis. Schuppenflechte befällt nicht nur die Haut, sondern zeigt sich auch hier:

  • Finger- und Zehennägel
  • Gelenke, dazugehörende Bänder und angrenzende Weichteile
  • innere Organe

Die Symptome der Haut sind stark schuppende Haut und juckende Haut, klassische Stellen sind die Knie, Ellenbogen, Hüftaußenseiten und Kopf. Schuppenflechte kann unterschiedlich auftreten, das Zusammenspiel von mehreren Faktoren ist hier wahrscheinlich ausschlaggebend. Bei den betroffenen Menschen erneuert sich die Haut nicht wie bei einem gesunden Menschen alle 26-27 Tage, sondern stark verkürzt innerhalb von nur drei bis sieben Tagen. Die Schnelligkeit der Zellerneuerung sorgt für eine Plaque-Bildung an den entsprechenden Stellen. Für Schuppenflechte Betroffene ist die Hautpflege ebenso wichtig, wie die Basis Therapie. Diese wird individuell auf den Verlauf und den Istzustand abgestimmt.

Produkte von ascopharm ansehen

Trockene Haut – Manchmal muss es etwas mehr sein

female applying cream to her hands

Trockene Haut benötigt entsprechende Pflege

Unsere Haut gilt als unser größtes Sinnesorgan und bildet die Barriere zwischen der Umwelt und dem Körperinneren. Sie schützt uns vor äußeren Einflüssen. Über Sinneszellen und Nerven werden Berührungen, Druck, Schmerz und Temperaturreize aufgenommen und an das Gehirn weitergeleitet. Auch für den Wärmeaustausch oder die Abgabe von Schweiß ist die Haut zuständig. Aufgrund dieser zahlreichen Funktionen ist es wichtig sich um die Gesundheit der Haut zu kümmern.

Von trockener Haut spricht man, wenn die Haut Fette (Lipide) und Feuchtigkeit verliert und den Verlust nicht mehr ausgleichen kann. Im Normalfall leitet der Körper Feuchtigkeit an die Oberhaut ab und die beiden unteren Hautschichten leiten Lipide nach oben, ein Fettgemisch, das in den Talgdrüsen der Haut produziert wird. Das Fettgemisch schützt im Normalfall die Oberhaut indem es die Haut mit einem schützenden Film überzieht.

Es gibt Menschen die zu trockener Haut neigen. Durch den Lebensstil und falsche Pflegegewohnheiten können diese Tendenzen aber noch verstärkt werden. Durch alltägliche oder auch krankhafte Ursachen kann die Haut austrocknen, wobei äußere und innere Einflüsse eine Rolle spielen können.

Zu den äußeren Einflüssen zählen natürlich vordergründig Witterungsbedingungen (z.B. Wind und UV – Strahlung). Nicht nur bei Hitze sondern auch bei Kälte wird durch die Haut vermehrt Feuchtigkeit abgegeben. Besonders belastet wird unsere Haut im Winter, der Wechsel zwischen der Kälte draußen und der trockenen Heizungsluft in den Räumen setzt unserer Haut zu. Mit dem Thema Körperpflege und Kosmetik kann man die Haut unterstützen. Oft sind es aber auch mangelnde oder übertriebene Körperpflege die ein Austrocknen der Haut begünstigen. Zu eng sitzende Kleidung lässt dazu oft die Haut nicht ausreichend atmen und verwendete Waschmittel und Weichspüler können die Haut zusätzlich reizen. Weitere Faktoren sind der regelmäßige Umgang mit Chemikalien (u.a. Putzmittel). Besonders Menschen die beruflich mit solchen Stoffen zu tun haben sollten Ihre Haut entsprechend schützen.

Auch innere Einflüsse können sich negativ auf unsere Hautgesundheit auswirken. Grundsätzlich sollte auf einen ausgeglichenen Wasserhaushalt geachtet werden. Basis dafür ist regelmäßiges Trinken in ausreichenden Mengen, das besonders bei älteren Menschen oft nicht der Fall ist. Alkohol und auch Rauchen beeinflussen die Hautgesundheit ebenso negativ wie andauernder Stress oder seelische Belastungen. Aber auch hormonelle Veränderungen im Körper, darunter die Geschlechtshormone, beeinflussen den Gesundheitszustand der Haut. Besonders bei Frauen verändern sich Eigenschaften der Haut im Laufe der Zeit.

Ein spezielles und sehr häufig auftretendes Problem, stellt trockene Haut auch bei kleinen Kindern und Babys dar. Die zarte Haut ist noch wesentlich dünner und die äußerste Schicht der Oberhaut (Hornhaut) noch nicht voll ausgebildet. Auch die Talgdrüsen, die für die Produktion des körpereigenen Talgfetts zuständig sind arbeiten noch nicht optimal.

Wie unsere anderen Organe entwickelt sich auch die Haut in den ersten Lebensjahren noch und erreicht erst im Laufe der ersten vier Jahre Ihre volle Funktionsfähigkeit. Darum sollte in diesem Alter besonders auf regelmäßige und schonende Körperpflege geachtet werden um die Haut beim Speichern von Fett und Feuchtigkeit ausreichend zu unterstützen. Bei der Auswahl der geeigneten Pflegeprodukte gibt es daher einige Punkte zu beachten. Besonders geeignet sind rückfettende Produkte da diese auch in die unteren Hautschichten vordringt und dort Feuchtigkeit spendet. Die Produkte sollten leicht zu verteilen sein und möglichst schnell einziehen. Produkte mit Harnstoff können die Hautgesundheit fördern und den Feuchtigkeitsverlust eindämmen. Auf Duftstoffe und Parfüm sollte bei solchen Produkten weitestgehend verzichtet werden und auf eine dermatologisch bestätigte Hautverträglichkeit geachtet werden.

In unserem Sortiment finden Sie verschiedene Körperpflegeprodukte der Marke/Produktlinie „Märchenhof“, die ganz speziell auf die Bedürfnisse junger Haut abgestimmt sind. Mit den verwendeten hochwertigen, natürlichen Inhaltsstoffen unterstützen Sie die Hautgesundheit Ihres Kindes sinnvoll und sorgen für eine spürbar streichelzarte Haut.

Es gibt unterschiedliche Ansätze für die Therapierung eines Ungleichgewichts der Haut. Dies ist vor allem von den Einflussfaktoren abhängig. Außerdem gibt es verschiedene Hauttypen die unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen. Finden Sie daher in kleinen Schritten heraus was Ihrer Haut gut tut. Schutz vor Sonne und Kälte, ein sinnvoller Schutz vor Feuchtigkeitsverlust und eine behutsame Körperpflege werden Ihnen helfen Ihre Haut gesund zu erhalten.

Auge – haben Sie den Durchblick?

Woman wearing glassesIm Laufe unserer Entwicklung hat sich unser Sehorgan soweit spezialisiert, dass wir uns durch die Fähigkeit des Fern- und Nahsehens, des Farbsehens und des räumlichen Sehens orientieren können. Das eintreffende Licht durchdringt Hornhaut, Linse und Glaskörper, als optischen Apparat, bevor es auf die Netzhaut (Retina) trifft. Durch die Reizung der Photosensoren (Zapfen, Stäbchen) der Netzhaut, entsteht auf ihr ein verkleinertes, umgekehrtes Bild der Umgebung. Über den Sehnerv wird dieses Bild an das Gehirn weitergegeben.
Die Hornhaut ist das durchsichtige Tor des Auges. Hier treffen die einfallenden Lichtstrahlen auf unser Auge und werden das erste Mal gebrochen. Es ist besonders wichtig, dass die Hornhaut mit ausreichend Nährstoffen und Flüssigkeit versorgt wird. Die Versorgung wird nicht über das Blut gewährleistet, da es die klare Sicht vollkommen beeinträchtigen würde. Die Hornhaut wird von innen durch das zirkulierende Kammerwasser, sowie durch den Lidschlag (Tränenflüssigkeit) versorgt.
Blickt man zu lange auf einen Bildschirm, nimmt der Lidschlag pro Minute um mehr als 80 Prozent ab. Symptome wie Jucken, Brennen und Rötungen sind die Folgen einer unzureichenden Benetzung der Hornhaut.
Die Linse ist über bestimmte Fasern an dem Ziliarmuskel befestigt. Er spielt eine wichtige Rolle beim Fern- und Nahsehen. Der  Begriff Akkomodation beschreibt die Fähigkeit der Linse ihre Form und damit ihre Brechkraft zu verändern, um unterschiedlich weit entfernte Gegenstände scharf auf der Netzhaut abbilden zu können. Das bedeutet, wenn wir Gegenstände in der Ferne betrachten wollen, ist der Ziliarmuskel erschlafft, wodurch die Fasern, wegen dem größeren Abstand zwischen Muskel und Linse, angespannt sind. Die Linse ist abgeflacht. Beim Nahsehen ist der Ziliarmuskel angespannt und die Fasern wegen dem geringeren Abstand locker. Sie üben keinen Zug auf die Linse aus, die sich dadurch gemäß ihrer natürlichen Elastizität stark wölbt.
Ist die Linse gewölbt werden einfallende Lichtstrahlen stärker gebrochen. In einem flachen Zustand der Linse, nimmt ihre Brechkraft ab.

health, vision, sight, future technology concept - woman eye with laser correction frameJe länger wir auf einen Bildschirm blicken, desto länger muss unser Auge die Einstellung der Sehschärfe im Nahbereich gewährleisten. Je näher wir vor dem Bildschirm sitzen, desto mehr Kraft und Anstrengung kostet es unser Auge. Dabei kann es auch zu Verspannungen des Ziliarmuskels kommen, der dadurch länger angespannt bleibt. Dies kann  zu Problemen beim Blick  in der Ferne  führen. Entfernte Gegenstände werden unscharf gesehen (vorübergehende Kurzsichtigkeit).
Im Laufe unserer Entwicklung nimmt die Elastizität der Augelinse ab. Die Auswirkungen bemerken wir meist erst in den vierziger oder fünfziger Jahren, obwohl die Linse schon in unserer Kindheit beginnt starrer zu werden. Ältere Menschen haben dadurch Probleme beim scharfen Sehen in der Nähe und Ferne. Eine Unterstützung des Auges ist daher sinnvoll.
Die Brechkraft der Linse wird in Dioptrie (dpt) gemessen. Bei einer großen Entfernung liegt der Normalwert bei etwa 60 bis 65 dpt.
Zusätzlich ist es wichtig, dass unser Augenpaar für das scharfe Sehen auf ein und denselben Punkt ausgerichtet ist. Dieser Vorgang ist von Muskeln abhängig und wird als Konvergenz bezeichnet.
Als Adaption wird die Fähigkeit des Auges sich an unterschiedliche Helligkeitsstufen anzupassen definiert.  Zu große Unterschiede der einzelnen Helligkeitsstufen, zum Beispiel in Büro und Umgebung, können unsere Augen überfordern. Bei jedem Blick müsste eine Hell-Dunkel-Anpassung stattfinden, was besonders die Augmuskeln stark beansprucht.
Selbst physischer Stress wirkt sich negativ auf unser Sehvermögen aus (Dauer der Arbeitszeit, Müdigkeit, Störung des BIO-Rhythmus).
Weitere Quellen für eine Reizung des Auges sind Zigarettenrauch, Papierstaub, trockene Luft.

Eine gesunde Ernährung spielt eine wichtige Rolle für die Augengesundheit.

Lutein ist ein intensiv gelb gefärbter Stoff, der zur Gruppe der Carotinoide gehört. Wir selbst könnenFalling fresh vegetable Lutein nicht bilden. Gewisse Mengen von diesem Carotinoid sind in dunkelgrünen Blattgemüsearten wie Brokkoli, Spinat und Grünkohl, aber auch im Eidotter enthalten.

Studien weisen auf einen Zusammenhang zwischen Lutein und der Prävention und Therapie von einigen Augenerkrankungen hin. Wissenschaftler forschen speziell an der positiven Wirkung von Lutein auf den Verlauf der altersbedingten Makuladegeneration (AMD). Ursachen für die Entstehung der AMD sind Veränderungen der Macula lutea, dem „Fleck des scharfen Sehens“ auf der Netzhaut. Er enthält ein gelbes Pigment, welches aus den zwei Hauptbestandteilen Lutein und Zeaxanthin zusammengesetzt ist. Die protektive Wirkung von Lutein basiert auf zwei Ebenen. Zum einen bindet das Carotinoid freie Radikale und mindert somit die Belastung durch oxidativen Stress. Zum anderen absorbiert Lutein energiereiche Wellenlängen und schützt das Auge vor schädlichen UV-Strahlen. Eine starke Strahlenbelastung des Auges kann zur Trübung der Linse führen, was in Fachkreisen auch als Grauer Star bezeichnet wird.

Beta-Carotin schütz wie Lutein die Zellen vor oxidativem Stress und unterstützt zusätzlich das Immunsystem. Auf die antioxidative Wirkung von Vitamin E und C wirkt sich  Beta-Carotin synergetisch aus, es verstärkt die Wirkung der Vitamine.

Beta-Carotin gehört ebenfalls zur Gruppe der Carotinoide und wird im Körper bedarfsgerecht in Vitamin A umgewandelt. Vitamin A, das Augenvitamin, trägt zum Erhalt der normalen Sehkraft bei. Es ermöglicht die Übertragung von Licht zu einem Nervsignal. Ein erhöhter Vitamin-A-Bedarf entsteht durch ungünstige Lichtverhältnisse (starke Helligkeit, Dämmerung). Zudem verschlechtern die Aufnahme bestimmter Medikamente, Alkohol und Zigaretten die Verfügbarkeit von Vitamin A aus der Nahrung.
Die Heidelbeere weißt einen hohen Gehalt an blauen Farbstoffen auf, den Anthocyanen. Sie gehören zur Gruppe der Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe). Wissenschaftler untersuchen die positive Wirkung der Anthocyane auf das Auge bei licht-induzierten Schäden.

Oeil et test de visionFettreiche Fische, wie Lachs und Makrele, sind reich an ungesättigten Omega-3-Fettsäuren. Laut einer Studie der Havard Medical School an über 30.000 Frauen, weisen diejenigen, die wöchentlich Fisch auf dem Speiseplan stehen haben, ein geringeres Risiko auf an Altersbedingter Makuladegeneration zu erkranken. Laut den Health Claims,  einer Verordnung zu den erlaubten nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben, tragen allein schon 250mg Docosahexaensäure (DHA) täglich zur Erhaltung der normalen Sehkraft bei.

Unsere Augen tragen einen Großteil zu unserer Lebensqualität bei. Im Alltag sind sie ständig gefordert und werden zu oft überfordert. Damit eine normale Sehkraft bis ins hohe Alter gewährleistet ist, müssen Ihre Augen mit ausreichenden Nährstoffen versorgt werden. Eine gezielt Unterstützung des Auges kann daher sinnvoll sein – Gönnen Sie Ihren Augen etwas Gutes!

Darreichungsformen für Vitamine, Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente

Die Begriffe „Tablette“ oder „Pille“ werden in unserem heutigen Sprachgebrauch relativ unkompliziert verwendet. Ob wir nun krank sind, unseren Körper mit wichtigen Vitaminen und Vitalstoffen unterstützen wollen oder auch für andere Indikationen, für nahezu jede Indikation gibt es heute die richtige Tablette oder ein Arzneimittel in einer anderen Darreichungsform.

Doch wo genau liegt der Unterschied zwischen einer Filmtablette und einem Dragees? Warum gibt es bestimmte Präparate nur als Kautablette und was ist eine Sublingualtablette? Worin unterscheiden sich eine Creme, Salbe bzw. Gel? Und warum gibt es überhaupt so viele verschiedene Darreichungsformen für Medikamente, Kosmetik und Nahrungsergänzungsmittel? Hier möchten wir Licht ins Dunkel bringen und die wichtigsten Darreichungsformen für Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel kurz erläutern.

Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel

Beginnen wir mit der wohl am häufigsten verwendeten Darreichungsform, der Tablette. Tabletten sind feste Darreichungsformen von Arzneistoffen die einen oder verschiedene Wirkstoffe enthalten und die verschiedensten Formen haben können.

Am weitesten verbreitet ist dabei die bikonvexe Form. Diese Tabletten sind rund sowie oben und unten gewölbt. Die Inhaltsstoffe werden dabei meist durch pressen eines Pulvers oder Pulvergemisches (Direkttablettierung) in die entsprechende Form gebracht. In dem Pulver sind die eigentlichen Wirkstoffen und benötigten Hilfsstoffen, sowie Füll- und Bindemittel enthalten, welche die zur Tablettierung notwendigen Eigenschaften verbessern.

Welche Art der Tablette verwendet wird, hängt in erster Linie von den verwendeten Wirkstoffen ab und der Frage wann und an welcher Stelle unseres Körpers diese freigesetzt werden sollen:

  • Filmtablette: auch Lacktabletten genannt, ist eine besondere Art der überzogenen Tabletten. Hierbei kommt eine Polymerschicht zum Einsatz, die nicht nur das Schlucken der Tablette vereinfacht, sondern auch den unangenehmen Geschmack überdecken kann.
  • Dragee: Im Gegensatz zu Filmtabletten sind Dragees meist mit einer Zuckerschicht bzw. Zuckersirup überzogen
  • Filmtablette / Dragees magensaftresistent: bei einer speziellen Form der überzogenen Tablette kommt eine säurefeste Ummantelung zum Einsatz. Hierdurch wird erreicht, dass eine Wirkstofffreigabe erst nach der Passage des Magens im Darmtrakt geschieht
  • Sublingualtablette: Im Gegensatz zu den magensaftresistenten Tabletten ist hier die frühestmögliche Wirkstofffreigabe das Ziel. Sublingualtabletten werden unter die Zunge gelegt, dort lässt man sie langsam zergehen, sodass die Wirkstoffe über die Mundschleimhaut resorbiert werden
  • Kautablette/Lutschtablette: Diese Art Tablette kommt eher zum Einsatz, wenn eine unproblematische Einnahme unterwegs und ohne etwas zu trinken möglich sein soll. Die Darreichungsform erleichtert aber auch die Einnahme z.B. bei Kindern oder für Personen die Tabletten nicht schlucken können oder wollen.
  • Brausetablette: Brausetabletten lösen sich im Wasser auf, wodurch ein wirkstoffhaltiges Getränk entsteht, welches getrunken und so eingenommen werden kann.

Oft werden Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel auch in Kapselform verabreicht. Früher wurden hierfür oft Stärkekapseln benutzt, aber wegen ihrer Empfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit und mechanischer Beanspruchung, vor allem aber wegen der unbefriedigenden Zerfalleigenschaften finden Stärkekapseln heute seltener Verwendung. Meistens werden Gelatinekapseln verwendet, die den eigentlichen Wirkstoff enthalten. Man unterscheidet in Hart- und Weichgelatinekapseln:

  • Weichgelatinekapseln: Die meist flüssige oder halbfeste Füllung von Weichgelatinekapseln erfolgt in der Regel maschinell durch einen industriellen Hersteller. Sie besitzen in der Regel eine dickere aber dafür elastischere Hülle im Vergleich zu Hartgelatinekapseln.
  • Hartgelatinekapseln hingegen sind eine relativ einfach herzustellende *Arzneiform* die auch individuell von Hand befüllt werden können. Hierfür können auch Leerkapseln erworben werden.
  • In seltenen Fällen wird auch der Wirkstoff statt in den Inhalt direkt in der Kapselhülle verarbeitet, dann spricht man von Lutschkapseln.

In der näheren Vergangenheit hat sich eine weitere Darreichungsform auf dem Markt für Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel entwickelt. Die sogenannten „Shots“ die in Ampullen-Form angeboten werden. Hier werden Wirkstoffe in einer flüssigen Darreichungsform gelöst, die dann getrunken werden und deshalb auch Trinkampulle genannt wird. Bei manchen Präparaten muss die enthaltene Wirkstoffkombination erst durch knicken oder schütteln aktiviert werden.

Link

Rhodiola rosea – „Goldene Wurzel“ 

Der Rosenwurz ist eine widerstandsfähige Hochgebirgspflanze, die gelernt hat an extremen Standorten, wie Felsspalten, zu überleben. Im Laufe der Jahre hat die Pflanze verschiedene Namen erhalten, zum Beispiel „Goldene Wurzel“ (Sibirien) oder Arktische Wurzel.
Die Pflanze zählt zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) und stammt ursprünglich aus arktischen Gegenden, wie Alaska, Sibirien und Skandinavien. Neben Rhodiola rosea sind noch über 200 weitere verschiedene Arten von Rhodiola bekannt. Die Pflanze gedeiht auf kargen Böden und in Höhen von bis zu mehreren tausend Metern. In der Blütezeit von Mai bis September versprüht die strauchartige Pflanze, wie der Name verspricht, einen rosenartigen Duft. Dieser Duft wird durch die in der Wurzel enthaltenen ätherischen Öle hervorgerufen. Sie erreicht Wuchshöhen von 5 bis 35 cm.  Die Pflanze wird hauptsächlich als Tee oder Gemüse verwendet. Aus der knollenförmigen Speicherwurzel werden Extrakte hergestellt, die in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet werden.

seniorenIn der Volksmedizin wird  Rhodiola rosea bei Ängstlichkeit, Depressionen und Schlaflosigkeit angewendet. Des Weiteren wird ihr nachgesagt, das Nervensystem zu stimulieren, die Arbeitsleistung zu fördern und Höhenkrankheit zu lindern.

In Sibirien ist es Brauch, dass das Brautpaar an seinem Hochzeitstag ein Bündel der Wurzelknollen erhält. Dieses Symbol soll dem frischgebackenen Ehepaar viele gesunde Kinder bescheren. In anderen Teilen der Welt wird der Tee aus der Pflanze als Erkältungsschutz getrunken. In Alaska essen die Eingeborenen Rhodiola rosea als Gemüse oder zusammen mit anderen Speisen.

In Österreich ist der Extrakt aus der Wurzel seit 2008 als traditionelles Arzneimittel zugelassen. Ausgelobt wird es als pflanzliches Arzneimittel zu Linderung von körperlichen und geistigen Symptomen bei Stress.
In einer doppel-blinden, Placebo kontrollierten Studie von Darbinyan et al. im Jahre 2000 untersuchten die Forscher, ob sich die Leistungsfähigkeit von Ärzten während wiederholter Nachtschichten durch die Gabe von Rhodiola rosea beeinflussen oder sogar steigern lässt. Bei den Testpersonen handelte es sich um 56 gesunde und junge Ärzte. Eine Gruppe von ihnen bekam über ein paar Wochen einen niedrig dosierten Rhodiola-Extrakt aus der Wurzel, die andere Gruppe ein Placebo. Als Ergebnis der Studie konnte eine Verringerung  allgemeiner Ermüdung und Erschöpfung unter Stressbedingungen festgestellt werden.

In der Pflanze sind verschiedene Inhaltsstoffe enthalten: Phenylpropanoide, Phenylethanoide, Flavonoide, Monoterpene, Triterpene und phenolische Säuren.  Die wertgebenden Parameter für die Qualität der Rosenwurz-Extrakte sind die Gehalte an Salidiosid und Rosavinen. Ein qualitativ wertvoller Extrakt enthält 1% Salidiosid und 3% Rosavine. Zu den Rosavinen zählen Rosavin, Rosin und Rosarin. Es sind Zimtalkoholderivate, die zur Gruppe der Phenylpropanoide gehören.Fotolia_27877685_micro

Die Verzehrsempfehlung pro Tag richtet sich nach dem Rosavin-Gehalt im Extrakt. Anfangs dachten Forscher, dass Salidiosid der Hauptwirkstoff der Pflanze sei. Doch in den 80er Jahren, entdeckten sie andere Arten, die Salidiosid enthielten, jedoch keinerlei pharmakologische Wirkung zeigten.
Zusätzlich enthält die Pflanze eine Reihe an antioxidativen Inhaltsstoffen, die die Zellen des Körpers vor oxidativen Stress schützen.

Rosenwurz wird von der Europäischen Arzneimittelagentur EMA als „Adaptogen“ eingestuft. Rhodiola rosea lindert  zeitweise Stresssymptome wie Müdigkeit und Schwächegefühl.
In Fachkreisen werden Pflanzen als adaptogen bezeichnet, wenn sie die Anpassungsfähigkeit des Köpers an Veränderungen oder Stresssituationen fördern. Die Leistungsfähigkeit wird gesteigert, Müdigkeit und Erschöpfung werden bekämpft, und eine erhöhte Reizbarkeit wird gesenkt. Wie genau die Adaptogene wirken, ist bisher noch nicht eindeutig geklärt.
Eine weitere adaptogene Heilpflanze ist der Ginseng.

Nebenwirkungen durch die Einnahme sind nicht bekannt. Frauen in der Schwangerschaft und Stillperiode, sowie Patienten mit Nieren- und Lebererkrankungen wird von der Einnahme abgeraten, da keine hinreichenden Daten zur sicheren Anwendung in diesen Fällen vorliegen.
Zusätzlich wird empfohlen, den Extrakt in der ersten Tageshälfte einzunehmen, da eventuell bei sensiblen Personen Probleme beim Einschlafen entstehen.

Weitere interessante Informationen auch zu Rhodiola rosea finden Sie in unserem ascopharm-Lexikon

Darbinyan V1, Kteyan A, Panossian A, Gabrielian E, Wikman G, Wagner H. finden Sie in unserem Lexikon

“Rhodiola rosea in stress induced fatigue–a double blind cross-over study of a standardized extract SHR-5 with a repeated low-dose regimen on the mental performance of healthy physicians during night duty.”  Phytomedicine. 2000(5):365-71.

  • http://www.ema.europa.eu/docs/en_GB/document_library/Herbal_-_Summary_of_assessment_report_for_the_public/2014/06/WC500168693.pdf

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe – potentielle Superhelden, oder einfache Pflanzeninhaltsstoffe?

In Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und fermentierten Lebensmitteln sind die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe enthalten. Als Abwehrstoffe gegenüber Fressfeinden oder mikrobiellen Angriffen schützen sie die Pflanzenwelt. Sie geben den Pflanzen ihre Farbe und sind Wachstumsregulatoren. Als Aroma-, Duft- und Farbstoffe locken sie die Tierwelt an, welche dann die Samen und Pollen der Pflanzen verteilen und somit für die Fortpflanzung sorgen.Obst und Gemüse

Es sind über 100.000 verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe bekannt, wobei bis zu 10.000 davon eine Rolle im menschlichen Organismus spielen. Offiziell werden sie nicht zu den essentiellen, sprich den lebensnotwendigen, Nährstoffen gezählt. Jedoch empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung eine ausreichende Zufuhr von sekundären Pflanzenstoffen über die Aufnahme von Obst und Gemüse.
Der Großteil der sekundären Pflanzenstoffe befindet sich in der Schale der Frucht und in den äußeren Blättern der Pflanzen.
Die Bezeichnung „sekundär“ ist keine Herabstufung ihrer Qualität. Es ist lediglich eine Trennung von den „primären“ Pflanzenstoffen in der Zelle, den Fetten, den Kohlenhydraten und den Eiweißen. Sekundäre Pflanzenstoff nehmen an verschiedenen Stoffwechselprozessen Einfluss, liefern jedoch keine Energie.

Die einzelnen Sekundären Pflanzenstoffe werden in folgende Gruppen unterteil:

  • Polyphenole
  • Saponine
  • Carotinoide
  • Phytosterine
  • Phytoöstrogene
  • Protease-Inhibitoren
  • Glucosinolate
  • Monoterpene
  • Sulfide
  • Lektine

Die Phytinsäure  und der grüne Pflanzenfarbstoff Chlorophyll, zählen ebenfalls zu den Sekundären Pflanzenstoffen, bilden jedoch keine eigenständige Gruppe oder lassen sich in keine der aufgezählten Kategorien einteilen.

Die Gruppe der Polyphenole besteht aus den beiden Untergruppen Phenolsäuren und Flavonoide. Die Phenolsäuren geben dem Kaffe, den Nüssen und weiteren Produkten den typisch herben, bitteren Geschmack.
Äpfel, Zwiebeln und Beeren erhalten ihre rote, gelbe, blaue und violette Farbe durch die Flavonoide. Einige dieser Flavonoide liegen als Polymere vor und werden in dieser Form als Proanthocyanidine bezeichnet. Polymere sind Ketten oder verzweigte Moleküle, die aus mehreren großen und identischen Bausteinen bestehen.

Die Carotinoide werden in eine sauerstofffreie und eine sauerstoffhaltige Variante unterteilt. Zu den sauerhaltigen Carotinoiden zählen die Xantophylle, wie Lutein und Zeaxanthin. Diese sind überwiegend in grünblättrigen Gemüse zu finden. Das Lycopin ist ein Beispiel für die sauerstofffreie Variante und gibt dem Obst und Gemüse seine typische orange, rote Farbe. Der Großteil der Carotinoide ist als Vorstufe von Vitamin A bekannt und wird als Provitamin A bezeichnet. Ein Beispiel ist das β-Carotin.

Glucosinolate verleihen Lebensmitteln wie dem Rettich sein scharf schmeckendes Aroma. Isoflavone, Lignane und Coumestane sind Phytoöstrogene. Stoffe dieser Klasse ähneln, dem weiblichen Hormon Östrogen. Sulfide sind schwefelhaltige Verbindungen, die im Knoblauch und in der Zwiebel zu finden sind. Der wichtigste Vertreter ist das Allicin. Monoterpene sind in Orangen und Zitronen zu finden. Sie sind Bestandteile von ätherischen Ölen. In der Lebensmittelindustrie werden die Monoterpene häufig wegen ihrer Funktion als Aromastoffe eingesetzt.

Falling fresh vegetableEinigen sekundären Pflanzenstoffen wird eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Es gibt erste Nachweise für eine antikanzerogene Wirkung, das bedeutet, das Risiko für eine Krebserkrankung wird vermindert. Auch antioxidative, entzündungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften werden genauer untersucht.  Sie wirken sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus, schützen vor Infektionen durch Bakterien und Viren, stärken das Immun- und Herz-Kreislaufsystem und senken den Cholesterinspiegel. Es gibt viele abgeschlossene und laufende Studien zu dem Wirkungsgrad einzelner sekundärer Pflanzenstoffe. Jedoch sind die Auswirkungen auf den menschlichen Körper verschiedener sekundärer Pflanzenstoffe noch nicht vollkommen geklärt.

In kontrollierten Studien konnte durch eine erhöhte Zufuhr an Flavonoiden aus täglich 10 Tassen „Grünen Tee“ die Neuerkrankungsrate für Darm-, Leber und Magenkrebs dokumentiert werden. Einige Studien zeigen, dass durch einen erhöhten Lycopinspiegel im Blut das Risiko an bestimmten Krebsarten zu erkranken, vermindert ist – dazu zählen Lungen-, Brust-, Prostata- und Magenkrebs.
Es gibt bereits erste Ansätze, Lycopin wegen seiner möglichen Antitumorwirkung als unterstützende Therapie neben der standardiesierten Krebsbehandlung wie Bestrahlung und Chemotherapie anzuwenden. Das Lycopin schützt als Antioxidans die Zellen und deren DNA vor Schäden durch reaktive Sauerstoffspezies. Durch seine Fähigkeit die Kommunikation der Zellen untereinander zu stimulieren, können gesunde Zellen das Wachstum von veränderten Zellen kontrollieren.

Des Weiteren gibt es Studien zu Lignanen in Verbindung mit Dickdarm- und Brustkrebs, sowie in Zusammenhang mit Isoflavonen zu Lungen-, Prostata- und Gebärmutterschleimhautkrebs. Wegen ihrer Wechselwirkung mit dem Hormonstoffwechsel sollen Glucosinolate die Entstehung hormonabhängiger Tumore negativ beeinflussen.

Von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wurde bereits offiziell bestätigt, dass mindestens 0,8g Phytosterine/ Phytostanole pro Tag zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut beitragen.Obst und Gemüse

Diese Phytosterole konkurrieren mit dem tierischen Cholesterin um den Transport. Dadurch wird die Aufnahme von Cholesterin gesenkt. Phytosterine kommen eher in fettreichen Pflanzenteilen, wie Sonnenblumenkernen, vor. In der Lebensmittelindustrie sind sie in einigen Margarinesorten enthalten.

Um den positiven Nutzen aus den sekundären Pflanzenstoffen zu nutzen, wird empfohlen mindestens fünf Portionen an Obst und Gemüse über den Tag verteilt zu sich zu nehmen. Des Weiteren ist Vorsicht bei der Verarbeitung geboten, da gewisse Verarbeitungsschritte, wie Hitze und zu langes Garen zu hohen Verlusten führen kann. Sollten Sie nicht an die Empfehlung herankommen, kann eine Supplementation in Form von  Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein.